3 Kommentare

Konzeptionelle Problemchen

Abgsehen davon, dass ich derzeit nicht so mit Freizeit gesegnet bin, hadere ich schwer mit der Frage, auf welche Weise ich über die Wanderung in der Türkei schreiben soll. Eigentlich wollte ich aus diesem Blog keinen Reiseblog machen, daher widersteht mir die Vorstellung, das Ganze jetzt chronologisch auszubreiten und einfach von vorne bis hinten – je Wandertag ein Artikel – zu erzählen. Dafür ist es dann streckenweise auch zu banal und passt deutlich besser in einen Outdoorblog, wenn es beispielsweise darum geht, in welchem Laden in Fethiye Gaskartuschen zu finden sind. Das Problem ist auch, dass es hier ja eigentlich um Sprache gehen soll und von der Front habe ich leider gar nicht so viel zu vermelden: Ja, ich habe mich ganz gut in diesen Dialekt hineingehört, den man dort unten spricht. Zumindest hatte ich gegen Ende den Eindruck, ihn deutlich besser zu verstehen und das ging manchmal so weit, dass ich davon ausging, dass meine Freundin (die kein Türkisch spricht) auch alles verstanden hätte, weil es mir einfach so natürlich vorkam. Ich weiß allerdings nicht einmal, wie dieser Dialekt heißt (akdeniz şivesi gibt es nicht, glaube ich). Ich könnte auch leider nicht wirklich beschreiben, was ihn genau auszeichnet. Gut, ich könnte unspezifisch erzählen, dass es mir vorkam, als wären die Endungen (besonders was das Futur angeht) total verwaschen und die Person häufig nur aus dem Kontext zu ersehen. Aber das ist jetzt nicht gerade erhellend. Kurzum, ich habe kein mich selbst überzeugendes Konzept für einen Bericht über die Reise in diesem Blog. Hoffentlich fällt mir das noch etwas ein. Bis dahin, wenn es denn jemals so weit sein sollte, hier ein Bildchen und der Link zu unserer Route (es waren dann doch nur 300 km, am Ende haben wir noch ein bisschen in Kaş herumgegammelt), falls das jemanden interessiert.DSC00881

Advertisements

3 Kommentare zu “Konzeptionelle Problemchen

  1. Sprache muss ja nicht Grammatik oder gar Sprachhistorie heißen. Welche Auffälligkeiten gibt es? Die türkische Sprache bietet zum Beispiel mehr Bezeichnungen für Verwandtschaftsgrade. Oder ähnliche Begriffe wie Joghurt. Und gibt es wirklich soviele Üs?

  2. Na haydi ya, Du hast auch schon über Laizismus gebloggt; da wird dir ja wohl was einfallen 😉 Liebe Grüße.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: