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Herumlatschen in Türkiye

Was schon seit längerem als fixe Urlaubsidee in meinem Kopf herumschwirrt, passiert endlich: Ich und mein Lieblingsopfer werden im Oktober den Lykischen Weg abwandern, also 450 km an der lykischen Küste entlang, von Ölüdeniz nach Antalya (wahrscheinlich eher nur bis Olympos, also 400 km).

Meine arme Freundin hat sich breitschlagen lassen, zu Fuß mit mir da entlang zu tapern. Die meiste Zeit wollen wir (ich!) zelten. Manchmal wird es wohl auch ins Hotel gehen, wenn sich gewisse Leute seltsamen Gebräuchen hingeben wollen wie z.B. der Herstellung einer auch nur basalen Hygiene (sie!). Wichtig ist jedenfalls, dass nicht gecheated und das Verkehrsmittel „Fuß“ nie verlassen wird.

Einige Aspekte dieser Reise habe ich schon in vergangenen Artikeln angesprochen, als es um die Schrecken des dortigen Dialekts oder der Krabbeltiere ging.

Soll ich jetzt noch über die schröcklich interessante Kultur dort, die fürchterbar schönen Strände oder das bislang unentdeckte Wanderland sprechen? Die ersten beiden Sachen kenne ich von früheren Urlauben ja schon, daher vielleicht über letzteres:

In der Türkei, wo Wandern als Sport ja nicht gerade bekannt oder beliebt ist, hat diesen Weitwanderweg die britische Immigrantin Kate Clow zusammengestellt bzw. aus bereits vorhandenen Ziegenpfaden, antiken Wegen und leider auch aus normalen Straßen zusammengesetzt. Von letzteren hoffe ich aber nur wenige zu sehen. Ich habe witzigerweise sogar Kontakt mit Frau Clow gehabt, die mir bereitwillig persönlich Auskunft über die Gegebenheiten im Oktober erteilt hat, den sie selber in Ihrem Buch zu dem Weg als Zeit für die Wanderung empfiehlt. Der Kontakt kam ganz unkompliziert per Mail zustande. Übrigens haben wir auf Türkisch korrespondiert, Frau Clow lebt ja schon sehr langer Zeit in der Türkei (und kann viel besser Türkisch als ich) und hat sich dort unglaublich für den Wandersport und für die Natur engagiert, wofür ich sie etwas anhimmele (daher war es auch ein bisschen so, als würde ich mit einem Promi kommunizieren). Dabei hatte ich es gar nicht darauf angelegt, mit ihr persönlich zu sprechen, sondern nur die Mailadresse der offiziellen Seite der culture routes in Turkey angeschrieben.

Wie das Wandern selbst dort unten ist, kann ich natürlich nicht wissen, habe ich bislang nur sehr begrenzte Erfahrungen, die ich in dem oben verlinkten Artikel über die Krabbelviecher mitteile. In Mitteleuropa kenne ich mich da besser aus. Da sind wir auch schon einmal eine ähnliche Strecke gegangen.

Zelten kann man in der Türkei wohl überall, das ist schon einmal eine sehr gute Nachricht. Denn in Deutschland habe ich sehr oft in Schutzhütten übernachtet. So etwas gibt es dort gar nicht. Ohne zelten zu können, wäre man also ziemlich aufgeschmissen.

Jedenfalls freue ich mich unglaublich auf diesen Trip und darauf, die Türken und ihre Gastfreundschaft, die ich schamlos ausnutzen werden, noch viel besser kennenzulernen. Und natürlich darauf, mein Türkisch zu trainieren. Hoffentlich kann ich mich in den Dialekt einhören.

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4 Kommentare zu “Herumlatschen in Türkiye

  1. Wow! Hört sich unglaublich spannend an! 😀 Ich freue mich schon auf deine Berichte. 🙂

  2. Viel Spaß, warm genug sollte es auch noch sein 🙂

  3. Toll! Lass uns nicht zu lange auf Deinen Bericht warten 🙂
    yolun açık olsun!

  4. Vielen Dank für eure lieben Kommentare. Da es viel zu tun gab in letzter Zeit, kam ich kaum noch dazu, Türkisch zu lernen, geschweige denn dazu, einen neuen Artikel zu verfassen.Hoffentlich kann ich im Urlaub jetzt etwas mehr schreiben und zwar auch über die Sprache, damit das hier nicht zum Reise- und Fotoblog mutiert (was wohl ein wenig passieren wird).

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