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Olympos

Ich hatte schon in einem anderen Artikel erwähnt, dass ich mal für ein oder zwei Wochen in Olympos war. Die Pseudohippieatmosphäre bzw. dieses gewisse Landschulheimgefühl in den Baumhäusern von Kadir (Kadir’in ağaç evleri) hat mir eigentlich ziemlich gut gefallen. Weil es sich dort um ein Naturschutzgebiet handelt, dürfen keine normalen Häuser gebaut werden, also behilft man sich mit einer Holzbauweise. Leider waren die echten Baumhäuser bei einem Brand, um den sich nach türkischer Art viele Verschwörungstheorien rankten, verloren gegangen und wir mussten mit Holzbungalows vorlieb nehmen.

Sehr beeindruckend ist natürlich die verfallene, antike Stadt Olympos selbst, die an einem schmalen Flusslauf liegt, der kaltes, klares Quellwasser aus den naheliegenden Bergen führt. Zudem ist der verwunschen wirkende Ort auch noch von weiteren kleinen Wasserläufen durchzogen. Das sorgt dafür, dass die ganze Anlage, im Unterschied zu manch anderen Altertümern in der Gegend, dicht be- und überwachsen ist. Sie wirkt dadurch wie aus einem Indiana-Jones-Film, man hat das Gefühl, durch vom Dschungel überwachsene Ruinen zu stapfen.

Der Fluss trägt aber nicht nur zur Atmosphäre zwischen den Ruinen bei. Er bewirkt auch, dass der Strand, der schon an sich sehr schön ist, noch ein weiteres, für einen Strand eher seltenes Feature bekommt: Setzt man sich in den Bereich, wo der Fluss ins Meer fließt, wird man von hinten von kaltem Wasser beströmt, während von vorne im Rythmus des Wellenschlags warmes Wasser gegen einen fließt. Ziemlich angenehm. Weniger angenehm sind die Beißfliegen und Beißfische, die am Strand – gottseidank nur sporadisch – ihr Unwesen treiben. Ich habe mich leider nicht darum bemüht, herauszufinden, was das genau für Tiere sind. Aber genervt haben sie trotzdem, auch wenn sie selten zuschlugen. Da haben sie sich an Mao gehalten: Bestrafe einen, erziehe hundert.

Da ich ein Wandersmann bin, kam ich nicht umhin, auch mal auf einen der die Bucht umgebenden Berge zu steigen, auch wenn es keinen Weg gab. Dafür musste ich im Gestrüpp auch nur Hose und Hemd opfern. Nun gut, man konnte sie zwar nachher noch benutzen, aber mit den vielen Löchern waren sie nicht mehr sehr vorzeigbar. Dafür war der erarbeitete Blick fabelhaft. Hier sieht man auch gut, wo der Fluss ins Meer fließt:



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